Balthasar
Mentzer

* 27.02.1565 Allendorf/Werra
+ 06.01.1627 Marburg
Elisabeth
Strupp

* 1576
+ 1657

Balthasar II.
Mentzer

Prof. theol. – Theologe (evangelisch), Superintendent, Professor

* 11.05.1614 Gießen
+ 28.07.1679 Darmstadt


Kinder mit Katharina (Catharina) Agnes Benthen / Benthien (* 1624 Detmold + 13.06.1659 Darmstadt) (oo 25.04.1642 Marburg):

Anna Elisabeth
Mentzer
˜ 05.02.1643 Marburg
+ 04.11.1683 Gießen
oo 1664: Heinrich Phasian, Professor in Gießen
Lucia Clara
Mentzer
* 1647 Rinteln
+ jung
Oesterheld Maria
Mentzer

* 06.06.1648 Rinteln
+ 28.01.1665 Michelstadt
Balthasar III.
Mentzer

* 21.02.1651 Rinteln
+ 08.03.1727 Hamburg
Marie Elisabeth
Mentzer
* 1654 Darmstadt
+ 1725
oo 23.06.1669 Darmstadt: Johann Richard Malcomesius (* 05.10.1637 Marburg + 15.08.1692 Gießen), Geheimer Rat in Darmstadt
totgeborener Sohn
Mentzer
* 05.06.1659
+ 05.06.1659


Quellen:
- Kirchenlexikon online

Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Band V (1993) Spalten 1285-1291 Autor: Theodor Mahlmann:
......." MENTZER, Balthasar II., * 11.5. 1614 in Gießen, + 28.7. 1679 in Darmstadt, Theologe und bedeutender Kirchenmann in Hessen im Zeitalter der Orthodoxie. - Jüngster Sohn B.I.M. aus dessen dritter Ehe mit Elisabeth Strupp (1576-1657), Tochter des Arztes Joachim Strupp aus Gelnhausen, Schwester des landgräflichen Kanzlers Dr. iur. Johann Strupp.
.......Er erhielt Privatunterricht, besuchte seit 1625 das Marburger Pädagogium und studierte, schon beim Tode seines Vaters mit hohen Erwartungen bedacht, seit 1628 an der Universität Marburg. Bereits am 20.2. 1630 war er in der Lage, selbstverfaßte philosophische Thesen �De syllogismo infinito�, den Kettenschluß, in öffentlicher Disputation zu verteidigen. Seit April 1631 studierte er in Straßburg bei Dorsche und Dannhauer. Am 17.11. (Disputation) / 8.12. (Verleihung) 1631 erwarb er in Marburg den Magistergrad. Weitere Lehrtätigkeit unterbrach er 1636 bis 1638 durch Aufenthalt in Jena, wo er sein Theologiestudium bei Gerhard (+ 1637) und Johannes Major (1564-1654), in dessen Hause er lebte, fortsetzte.
.......1638 nach Marburg zurückgekehrt, kam 1639 eine Berufung zum Professor der Physik nicht zustande, M.s eigenen Interessen entsprechend; er erwarb stattdessen auf Anordnung des Landgrafen am 17.12. 1639 die Lehrbefähigung in Theologie (Lic. theol.) und wurde am 16.3. 1640 außerordentlicher Theologieprofessor, dazu 1641 ordentlicher Professor der Philosophie; am 25.4. 1642 promovierte er zum Dr. theol. Kurz nachdem Landgräfin Amalie Elisabeth von Kassel Ende 1645 Oberhessen mit Marburg militärisch besetzt und damit der rechtmäßigen Herrschaft Darmstadts entzogen hatte, wurde M. als ordentlicher Theologieprofessor an die lutherische Universität Rinteln (gegründet 1621 für die Grafschaft Schaumburg-Lippe; die damals einzige, wirkungsreiche Volluniversität in Nordwestdeutschland) berufen, wo er am 11.4. 1646 ankam und am 5.5. seine Professur antrat. Da sein einziger Kollege, der 69 Jahre alte Gisenius nunmehr die Lehrtätigkeit aufgab, fiel diese jetzt M., wie Gisenius vorher fünf Jahre, allein zu.
.......Im November 1646 nahm er im Auftrag seines Landesherrn, Graf Philipp, erfolgreich eine politische Mission bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück wahr. Durch die Rintelner Zeit entging M., wie er selbst schreibt, �der im lieben Vatterland entstandenen Unruhe und damahligen [vom Teilungsvertrag der Landgrafen vom 19.2. 1650 bedingten Preisgabe Marburgs durch Hessen-Darmstadt und der darauf im April 1650 erfolgenden] Zerstörung [infolge Aufhörens akademischen Lebens] der Universität Marpurg�. 1648 wurde M. aber, infolge des Teilungsvertrages zwischen Schaumburg-Lippe und Hessen-Kassel von 1647, mit Rinteln erneut niederhessischer Untertan. Doch einem künftigen Konflikt mit der seit dem Westfälischen Frieden nun offiziell �reformierten� Landesherrschaft entging er. Denn entsprechend der bei seiner Wegberufung aus Marburg eingegangenen Bedingung, nach vier Jahren zurückzukehren, wurde M. 1651 von Georg II. von Darmstadt (regierte 1626-1661) an die am 5.5. 1650 wiedererrichtete Universität Gießen zurückberufen. Sein Nachfolger in Rinteln sollte Johannes Henichius (Heinichen) (1616-1671) werden, den M. noch zum Dr. theol. promovierte, bevor er Rinteln verließ. In Gießen traf M. am 28.6. 1651 ein. Im Dezember 1651 nahm er zur Unterstützung seines Kollegen Peter Haberkorn, ohne in den mündlichen Verhandlungen selber das Wort zu ergreifen, an den von Valerian Magni angeführten Scheinverhandlungen anläßlich der Konversion des Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels teil.
.......Schon 1652 aber berief ihn sein Landesherr zum Oberhofprediger und Superintendenten nach Darmstadt. Am 11.4. 1652 trat er dies Amt an. Die ihm damit zufallende Aufgabe, �deme� infolge des 30jährigen Krieges �ziemlich zerfallen befundenen Kirchen-Wesen abzuwarten�, hat M. (ohne daß es zu der von ihm �verhofften Enderung� der Rückkehr in seine Professur, wie ihm �mehrmahln Vertröstung beschehen�, kam) durch eine hingebende Visitationstätigkeit ebenso sehr wie die Förderung des Schulwesens erfüllt, wie sie �in der Vorzeit in keiner Periode begegnet ... Viel trug zu dem Erfolg ... die Einteilung der Superintendentur in Unterbezirke, Metropolitanate, bei, die M.s ureigenstes Werk war� (Diehl), außerdem die Einrichtung von Kirchenkonventen auch zur theologischen Fortbildung der Pfarrer (�Episcopus erat, vere Episcopus ...�: Rudrauff). M. begleitete außerdem Georg II. und dessen Nachfolger Ludwig VI. (regierte 1661-1678) auf zahlreichen politischen und privaten Reisen und nahm, neben anderen �theils weiten und gefährlichen (ohne mein Vermuthen oder Verlangen mir auffgetragenen) Reisen und Verrichtungen�, Ende 1670 eine diplomatische Mission aus unbekanntem Grunde an den Königshof nach Schweden wahr, worüber er sich im Vorwort der dort gehaltenen Predigt �Das höchste Guth� (s.u.) ausspricht. - Sowohl in Rinteln wie in Darmstadt berührt M. schon die historische Grenze der lutherischen Orthodoxie. - Verabschiedet er sich in Rinteln am 17.6. 1651 vielleicht nicht zufällig mit einer �Oratio de communione et concordia ecclesiastica studiose sectanda et fideliter custodienda (Rede über die eifrig zu verfolgende und treulich zu bewahrende kirchliche Gemeinschaft und Eintracht)�, so war es Henichius, der in Rinteln sofort Calixts unionistische Ideen zur Herrschaft brachte. Auf Wunsch Herzogs Ernsts von Gotha und im Auftrag seines Landesherrn unternahm M. eine am 13.11. 1671 in Gotha beginnende Mission zur Beilegung des �Synkretismus�-Streites, die ihn über Jena, Dresden, Leipzig und Wittenberg mit einem dort formulierten Friedensvorschlag nach Celle führte, welcher aber am 28.12. 1671 in Helmstedt scheiterte, worüber M. am 5.1. 1672 in Gotha und am 8.1. 1672 in Darmstadt berichtete. - Und bestand in Darmstadt ein während einer Generation dank M. neu gefestigtes orthodoxes Kirchenwesen, so bildet 1675 der Darmstädter Hofprediger Johannes Winckler (1642-1705) die nach Frankfurt historisch zweite �von den Einzeln- und Privat-Zusammenkünften der Christen ... neben den gemeinen oder kirchlichen Zusammenkünften�. So nennt sie 1677 ein Freund Wincklers, der Hofbeamte Wilhelm Christoph Kriegsmann, der sie auch gegen M.s pflichtgemäße Abmahnung seines Kollegen verteidigt. Beide wurden dabei gesteuert von Spener. M.s �Bedencken� dagegen, �ein antipietistisches Programm� (Köhler) würdevoller Verteidigung der Orthodoxie, bewirkt, aufgrund eines Spezialbefehls des Landgrafen, ein �Ausschreiben� der Konsistorien Darmstadt und Gießen vom 26.1. 1678, in dem die frommen Zirkel zwar nicht verboten, aber nach geltendem Recht der öffentlichen Kirchengewalt und -ordnung unterworfen werden. Kriegsmann wurde noch im April des gleichen Jahres, bei Regierungsantritt Ludwig VII., entlassen und Winckler nahm seinen Abschied. M. hatte, ein Jahr vor seinem Tode, die Orthodoxie behauptet. - Seit 1685 jedoch hatte Spener mit seiner Personalpolitik in Darmstadt und Gießen seinen ersten durchschlagenden Erfolg. Obwohl �die Orthodoxie noch ... stark im Bewußtsein der Gemeinde verankert war�, wurde in den dramatischen Vorgängen bis zum Sieg des Pietismus 1695 �gesetzmäßig Unrecht besiegelt� (Steitz). ...
........Werke: Dedikation vom 1. und Vorrede vom 2.1.1649 zu: Manuale catholicum, seu Compendium verae, antiquissimae et catholicae doctrinae, Illustrissimo Principi, Wilhelmo VI. Hassiae Landgravio [!], inscriptum a Balthasaro Mentzero ..., Rinteln: Peter Lucius, 1649 (zum Zeugnis seiner wie seines Vaters Verbundenheit mit Hessen, hauptsächlich aus politischem Anlaß �gewidmet�, �doch um seines Inhalts willen zu schätzen�; anstatt einer eigenen Darstellung, für Studenten bestimmt zum Gebrauch �neben der Bibellektüre� zwecks �eigenen Erwerbs einer gründlichen Erkenntnis der Glaubensartikel�; Mitteilungen über die Entstehung, aufgrund des Briefwechsels B. I. M.s mit Johann Gerhard, dessen Antwort datiert 3.7.1619); Quaestiones theologicae ad Augustanam Confessionem XXXII. disputationibus distinctae ..., Darmstadt 1668, 21676, hrsg. v. F.E. Neubauer Gießen 31745, hrsg. v. F.E. Bierling Rinteln 41753 (aus der Pfarrerfortbildung bei den Kirchenkonventen entstanden); Darmbstättische Ehren-Säulen, verschiedenen Chur- und Fürsten, Grafen, und einigen dero vornehmen Bedienten, in gehaltenen Leich-Sermonen, auffgerichtet ... Sambt einer Zugab etlicher anderer sonderbahren Predigten ..., Frankfurt a.M. 1677 (von M. selbst im Angesicht des Todes veranstaltete, aber als mangelhaft bezeichnete Sammlung von 31 Predigten und �Zugab etlicher anderer christlichen Sermonen und Predigten�: �XXXII. Hoher Adel der Kinder Gottes� [757-790] und �XXXIII. Das höchste Guth� [791-829]; teilweise schon vorher gedruckt; Vorwort, mit autobiographischen Mitteilungen, vom 14.4.1677); ... Kurtzes Bedencken, von den Eintzelen Zusammenkunften, wie dieselbe etlicher Orten wollen behauptet werden, beneben auch andern nothwendigen Erinnerungen. Sampt einer Vorrede Phil. Ludovic. Hannekenii, SS. Th. Doct. und Superintendenten zu Giessen, daselbst gedruckt ... 1691 (Vorwort vom 3.3.1691 von Philipp Ludwig Hanneken, 1637-1706, Enkel von B. I. M.). Bibliograohien: Dolle (s.u.) 208-212 und Strieder 446-453; moderne Bibliogr. fehlt. Lit.: Liborius Hareman (Pastor primarius in Rinteln), ... Christl. Leich-...Predigt, bey der Leich Begängniß ... des ... Jungfräwleins Maria-Margarethen Mentzerinn, des ... Herren Balthasaris Mentzeri ... Rectoris und Professoris ... der Universität Rinteln ... Töchterleins [* Marburg 1644], Rinteln 1646 (Mitteilungen über Großeltern und Urgroßvater väterlicherseits); - Peter Lucius, Reise-Wunsch; dem ... Herrn Balthasar Mentzern ..., Ernestinischer Hohen Schuel Professori, und Theologischen Facultät Primario allhier: Alß derselbe auff gnädiges Wollen und Begehren des ... Fürsten und Herrn, Herrn Georgen, Landgraffen zu Hessen ... von obermeldter dieser Academy Rinteln ab: auff dero Fürstl. Gn. wieder-angerichtete Universität ... Giessen, zur Profession beruffen und bestellet ward ..., Rinteln 1651 (zwei Gedichte �von ... dieser ... Universität bestalten Buchdrucker ...�, der M. als �mein Freund� bezeichnet); - ... Erzehlung derjenigen Handlungen, welche zu Rheinfelß, in der daselbst angestellten Privat-Disputation zwischen D. Petro Haberkorn ... und dem Valeriano Magno ... und sonsten vorgegangen sind ..., Gießen 1652 (�Balthasar Mentzern ... zun Gehülffen mit mir genommen�); - Leichenreden von Johann Georg Mettenius und Johann Richard Malcomesius, 1679 (nicht zugänglich); letztere gekürzt bei Henning Witten, Memoriae theologorum ... renovatae, XVI, 1685, 1979-2000; - Kilian Rudrauff, Parentatio ... in ... memoriam ... Balthasaris Mentzeri ... praestitum ... [1.11.1681], Gießen o.J. (1681); - Ernst Friedrich Neubauer, Kurtzes Verzeichniß aller Professorum Theologiae ... auf der Universität Gießen ..., Nr. 12: Heßisches Heb-Opfer, Drittes Stück, Gießen 1734, 379-383; - Johann Jacob Moser, Beytrag zu einem Lexico der jetztlebenden Lutherisch- und Reformirten Theologen ..., Zweyter Theil, Züllichau 1741, 493-498: Menzer [!] (Balthasar) [III.; mit Bibliogr. 493 f.]; - Carl Anton Dolle, Ausführliche Lebens-Beschreibung aller Professorum Theologiae ... auf der Universität Rinteln ..., Zweyter Theil, Bückeburg 1752, 189-217; - Strieder VIII, 1788, 442-446.454-456; - Wilhelm Diehl, Die �Predigtreform� Herzog Ernsts von Gotha und ihre Kritik durch Hessische Theologen: Zschr. für praktische Theol. XXII, 1900, 217-234 (�Hessen war Ernsts Vorbild ...�); - Ders., Die Schulordnungen des Großherzogtums Hessen: Monumenta Germaniae Paedagogica XXVIII, 1903, 59.168 246. 254 und XXXIII, 1905, 98 ff.104 ff.467; - Ders., Hassia sacra, I, 1921, 14 und II, 1925, 12-14. 40-44. 124 f. 149. 152. 154. 181. 203. 214. 215. 487 f. 493. 494 f. 526. 531. 547. 547 f. 577. 581 f.; - Wilhelm Martin Becker, Das erste halbe Jahrhundert der hessen-darmstädtischen Landesuniv. [Gießen], 1907, 272.347.359; - Otto Kirn, Die Leipziger Theol. Fakultät ..., 1909, 93; - Franz Gundlach, Catalogus Professorum Academiae Marburgensis 1527-1910, 1927, Nr. 494; - Heinrich Steitz, Gesch. der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (II, 1962) 19772, 194-303; - Carl Graepler, Imagines Professorum Academiae Marburgensis .., 1977, 51; - Statuta Academiae Marpurgensis deinde Gissensis de anno 1629 ... , hrsg. v. Hans Georg Gundel, Marburg 1982, 285.288; - Gerhard Schormann, Academia Ernestina. Die schaumburgische Univ. zu Rinteln ... (1610/21-1810), 1982, 75.163 f. 172 f. (386); - Philipp Jakob Spener, Briefe aus der Frankfurter Zeit ..., hrsg. v. Johannes Wallmann u.a., I ..., 1992, IX. XXIV. 332. 451 f. 460 f. 479 f. 494. 500 f. 505 f. 512. 516. 518. 681; - Monographie fehlt; - ADB XXI, 374-376; - RE3 XII, 635-537; - RGG1 IV, 301 f.; - RGG2 III, 2125; - RGG3 IV, 877."
- Lutheran Church Missoury Synod: Christian Cyclopedia: "Mentzer, Balthasar, II (1614-79). Son of B. Mentzer* I; prof. theol. Marburg, Rinteln, and Giessen; court preacher and supt. Darmstadt; helped rebuild the ch. after the Thirty* Years' War."
- Hessische Biographie: Mentzer, Balthasar II.: "* 11.5.1614 Gießen, † 28.7.1679 Darmstadt, evangelisch Prof. D. theol. – Theologe (evangelisch), Superintendent, Professor Wirken ↑ Werdegang: * 1625 PÄdagogium Gießen * 1630 imm. Marburg * 1631 als Theologiestudent Begleiter des Landgrafen von Hessen-Darmstadt auf dessen Reise nach Sachsen * 1631 Univ. Straßburg, 19.7.1632 wieder in Marburg * 1634 wegen der Pest zeitweilige Verlegung der UniversitÄt nach Gießen * 27.12.1635 erste Predigt in der Stadtkirche Gießen * 1636 UniversitÄt Jena, 10.4.1638 wieder in Marburg * 16.3.1640 ao. Professor der Theologie in Marburg * 1641 o. Professor der Moral in Gießen * 25.4.1642 D.Theol. * 5.5.1646 o. Professor und Rektor der UniversitÄt Rinteln * 1650 o. Professor der Theologie und Ephorus in Gießen, jedoch bis zum 14.6.1651 noch in Rinteln, um eine Nachfolgeregelung zu finden * 1652 Oberhofprediger und Superintendent in Darmstadt * hÄufiger Begleiter der Mitglieder des FÜrstenhauses auf Reisen und deren Gesandter, u.a. 1665 und 1671 in Schweden * Herausgeber der lateinischen Werke seines Vaters Familie ↑ Vater: Mentzer, Balthasar, Professor in Marburg, Gießen Mutter: Strupp von Gelnhausen, Elisabeth, 1576–1657 Partner: * Benthen (Benthien), Catharina Agnes (Marburg 25.4.1642), * Detmold 1624, + Darmstadt 13.6.1659 im Kindbett, bei ihrem BegrÄbnis verfassen die Neffen Hanneken Gedichte, Tochter des Dr. Conrad Benthen, GrÄfl. Lipp. Kanzler, und der Catharina Tilhenn Verwandte: * Phasian, Anna Elisabeth, geb. Mentzer , getauft Marburg 5.2.1643, + Gießen 4.11.1683, verheiratet 1664 mit Magister Heinrich Phasian, Professor in Gießen * Mentzer, Maria Margaretha , 1644-1646, geboren in Marburg * Mentzer, Lucia Clara , * Rinteln 1647, + jung. * Finck, Oesterheld Maria, geb. Mentzer , 1648-1665, geboren in Rinteln, verheiratet 1664 mit Johann Caspar Finck, 1636-1706, Superintendent in Michelstadt, Inspektor in Lauterbach * Mentzer, Balthasar , 1651-1727, Professor der Mathematik * Malcomesius, Marie Elisabeth, geb. Mentzer , 1654-1725, geboren in Darmstadt, verheiratet 23.6.1669 mit Johann Richard Malcomesius, 1637-1692, Geheimer Rat in Darmstadt * Mentzer, NN , ein am 5.6.1659 tot geborener Sohn, acht Tage nach der Geburt starb auch die Mutter Nachweise ↑ Quellen: * Leichenpredigt Minden Nr. 6974/1-3; Leichenpredigt Braunschweig Nr. 4148 (Balthasar II. Mentzer), vgl. Roth, Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften fÜr genealogische und kulturhistorische Zwecke Bd. 7, R 6539; * Leichenpredigt Gießen (Catharina Agnes); * Leichenpredigt Stolberg 16271 (Anna Elisabeth Phasian, geb. Mentzer); * Kurt Stahr, Marburger Sippenbuch Nr. 22087. Literatur: * Stadtlexikon Darmstadt, 2006, S. 625. Zitierweise ↑ „Mentzer, Balthasar II.“, in: Hessische Biografie (Stand: 24.3.2010) "
- Hessische Biographie: Malcomesius, Johann Richard: "* 5.10.1637 Marburg, † 15.8.1692 Gießen, evangelisch JUD – Jurist, Regierungsrat, Geheimer Rat Wirken ↑ Werdegang: * stud. Gießen, Helmstedt, TÜbingen * 1660 SekretÄr bei Wolfgang Julius Graf zu Hohenlohe * 1662 GrÄfl. Wittgenstein. Rat * 1663 JUL Gießen * 1667 JUD * hielt in Gießen Vorlesung * 1668 Hessen-DarmstÄdt. Regierungsrat * 1674 Geheimer Rat * schrieb als Geheimer Rat 1678 „auff der Reise, im Felde vor dem SÖllinger-Wald, (als) ein Expresser von Darmstatt, unter andern Schreiben, auch eins mitgebracht, darinnen deß Kinds Todesfall berichtet wurde“ * 1689 Vize-Kanzler der UniversitÄt Gießen * Adelsstand fÜr das Reich und die Erblande als „von und zu Reichenegg“, privilegium denominandi, Bewilligung den bisherigen Namen auszulassen, WappenbestÄtigung u. Wappenbesserung, Lehenberechtigung ad personam, CPC: Wien 2.1.1686 Familie ↑ Vater: Malcomesius, Johannes, Hessen-DarmstÄdt. Rat Mutter: RÜhl, Anna Catharina Partner: * Mentzer, Marie Elisabeth (23.6.1669), * 1604, Tochter des Balthasar Mentzer, Superintendent in Darmstadt, und der Catharina Agnes Benthen Zitierweise ↑ „Malcomesius, Johann Richard“, in: Hessische Biografie (Stand: 11.3.2010) "



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