Jakob / Jacob
Müller / Möller
* 31.01.1621
+ 08.03.1676 Kirchwerder
Theta Caterina
Hanneken(ius)

* ?
+ 10.02.1688 Lübeck

Eleonora Catharina Müller

* ?
+ ?

Kinder mit: Balthasar Mentzer (1651-1727) (oo 1678):

Balthasar IV.
Mentzer

* 12.01.1679 Gießen
+ 20.12.1741 Hannover
Theta Catharina
Mentzer

* ?
+ ?
?

Quellen:
- Kirchenlexikon online
- Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Band V (1993) Spalten 1285-1291 Autor: Theodor Mahlmann:
"... Prominentes Opfer warBalthasar III. M., * 21.2. 1651 in Rinteln als einziger Sohn M.s und seiner am 25.4. 1642 geheirateten Ehefrau Katharina Agnes, geb. Benthen, 1676 Professor der Mathematik in Gießen, der seine Unterschrift unter die landgräfliche Resolution vom 25.4. 1695 verweigerte, daher am 4.11. 1695 seines Amtes entsetzt, aber erst am 3.1. 1696 aus dem Land gelassen wurde. Der so Vertriebene wurde 1696 Professor der Mathematik am Akademischen Gymnasium Johanneum in Hamburg, + 8.3. 1727. ..."
- Astronomie in Hamburg: "Am 30. April 1696 trat Balthasar Mentzer seinen neuen Dienst als Mathematikprofessor am Akademischen Gymnasium an. Wie schon viele andere, war auch er aufgrund der Vertreibung durch die Kirche nach Hamburg gekommen. Bereits sein Großvater (Balthasar I) war über theologische Streitigkeiten als Professor der Theologie in Marburg mehrmals mit kirchlichen Würdenträgern in Konflikt geraten. Balthasar II war ebenfalls Theologe. Seinen Sohn Balthasar III hatte er in Gießen Mathematik studieren lassen und nahm ihn zu Studienzwecken auf längere Reisen z.B. nachStockholm und Kopenhagen mit. 1674 wurde Balthasar III. Professor für Mathematik in Gießen und 1681 dort Rektor. Im Jahr 1695 wurde er jedoch von seinem Amt abgesetzt und des Landes verwiesen, weil er einen Erlaß seines Fürsten gegen die Pietisten nicht unterschreiben wollte. An anderer Stelle hieß es, er sei entlassen worden, weil er der theologischen Fakultät mehrere Irrtümer vorgeworfen hätte. Da er gute Kontakte nach Norddeutschland besaß, erfuhr er, daß der bisherige Professor für Mathematik am Hamburger akademischen Gymnasium als Diakon an die Michaeliskirche gewechselt war. Mentzers Bewerbung hatte Erfolg und er wurde im September auf diese Professur gewählt. Er trat seinen Dienst am 30. April 1696 an und blieb bis zu seinem Tod am 8. März 1727 im Amt. In Hamburg gab Balthasar Mentzer eine Vielzahl von Schriften heraus, die sein astronomisches Interesse belegen:
- Deutliche Nachricht, wie der Mercurius vor der Sonne den 5. Maji, verbesserten Styli, dieses 1707. Jahres können gesehen werden. Und was dieser Aspect bedeute
- Astronomischer Schattenriß u. genaue Beschreibung der am 22. April 1715 von denen fürtrefflichen königl. französischen u. engl. Mathematicis in u. vor London observirten remarquablen Sonnenfinsternis
- Kurzer Entwurf des ungewöhnlichen im März A. 1716 gesehenen hellen Lichts
- Beschreibung der Nordlichter von 1715 und 1721
- Die von nicht wenigen curiosen Astronomis verlangte Nachricht der zwar selten zum Vorschein kommenden, dennoch a. 1690 den 10. Nov. u. 1697 den 3. Nov. zu Gießen u. zu Hamburg a. 1707 den 5. Mai, u. diesesmal den 9. Nov. 1723 zum vierten mahl wirklich observirten Conjunction des Mercurii u. der Sonnen.
Im Hamburgischen Correspondenten vom 20.2.1725 wurde im übrigen über Mentzers Vorliebe für die Meteorologie berichtet. Besonderes Interesse zeigte er für die sog. "Wettergläser", eine Kombination aus Barometer und Thermometer.
-
Balthasar Mentzers Wettergläser in einem Kupferstich des Hamburgischen Correspondenten, 20. Februar 1725 "
- Hessische Biographie: Mentzer, Balthasar III.: "* 21.2.1651 Rinteln, † 8.3.1727 Hamburg, evangelisch Professor, Astronom Wirken ↑ Werdegang: * 1676 Professor publicus in Gießen * 6.1.1681 Rektor der Universität Gießen * dann als Professor der Mathematik in Hamburg * Astronom * Nach der Leichenpredigt auf den Vater wurde er am 21. Februar 1650 geboren Familie ↑ Vater: Mentzer, Balthasar II. , 1614-1679, Professor der Theologie in Marburg, Rinteln u. Gießen Mutter: Benthen (Benthien), Catharina Agnes, 1624-1659 Partner: * Müller, Eleonora Catharina (1678), Tochter des Magister Jacob Müller, Pfarrer in den Vierlanden, und der Theda Catharina Hanneccius, Schwester des Daniel Müller, 1771-1724, JUD, Bürgermeister der Freien Stadt Lübeck Verwandte: * Mentzer, Balthasar , 1679–1741, Hofprediger in Hannover, Generalsuperintendent von Calenberg Nachweise ↑ Literatur: * ADB Bd. 21, 1885, S. 374-375. * Joachim Lampe, Aristokratie, Hofadel und Staatspatriziat in Kurhannover, Bd. 2, Göttingen 1963, T. 141, S. 342-343. Zitierweise ↑ „Mentzer, Balthasar III.“, in: Hessische Biografie (Stand: 11.3.2010) "


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