Hans Christian
Stresow

* 27.10.1667 Grömitz
+ 25.04.1742 Haseldorf bei Uetersen
Justine Eleonore
Balemann

* 28.10.1683 Lübeck
+ 18.04.1760 Hamburg (?)

Conrad Friedrich
Stresow

1730 Pastor in Nieseby/Schwansen, 1738 Pastor in Haseldorf bei Hamburg, 1752 Pastor in Husum, 1760 Probst und Consistorialrat in Burg a. Fehmarn, 1776 Konsistorialrat

* 15.02.1705 Sandberg im Sundewitt
+ 17.12.1788 Burg/Fehmarn


1. Kinder mit: Brigitte Stricker (1718-1743) (oo 01.02.1741 Flensburg):

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2. Kinder mit: Anna Magdalena Valentiner (1719-) (oo 04.06.1744 Haseldorf):

Justine Eleonore
Stresow

* 17.09.1746 Haseldorf
+ 07.11.1773 Burg/Fehmarn
Catharina Dorothea
Stresow

* 02.07.1750 Haseldorf
+ ?
Matthias Christian
Stresow
* 24.04.1752 Husum
+ 19.04.1780 Burg/Fehmarn
Kandidat der Theologie
Friderizia Magdalena
Stresow

* 04.05.1756 Husum
+ 25.05.1784
? ?

Quellen:
- Dt. Geschlechterbuch, Bd.?, S.384/385
- Carl Voß: Clergymen in Burg auf John Kosticks Fehmarn genealogy Webseiten
- Heinrich Jacobsen: Ahnen und Friesen
- John Kosticks Fehmarn-Datenbank
- Das Online-Findbuch des Flensburger Stadtarchivs verzeichnet zwei interessante, noch aufzusuchende Quellen:
  • (1) Lauf. Nummer: 0651 - Datierung: 1781 - Titel: Olaus Henrich Moller: Genealogische Tabelle und Nachricht von der Stresowischen Familie überhaupt... wie auch dem Leben und Schriften des... Conrad Friderich Stresow Druck, Flensburg - Band: b,22
  • (2) Lauf. Nummer: 0651 - Datierung: 1770 - Titel: Conrad Friderich Stresow: Etwas zum gesegneten Andenken der weiland Hochedelgebohrenen, Hoch-Ehr- und Tugend-belobten Frauen, Frauen Anna, gebohrnen Strikerin... Druck, Flensburg - Band: a,29
  • - Das Dansk biografisk Lexikon enthält in Bnd XVI einen Artikel über Stresow
    - Christian Gottlob Kayser: Vollständiges Bücher-Lexicon, snthaltend alle von 1750 bis zu Ende des Jahres 1832 in Deutschland und in den angrenzenden Ländern gedruckten Bücher, Fünfter Theil, S-T, Leipzig: Schuman 1835, S.23: "Stresow, Konr. Fr., (+ den 17. Dec. 1788) vertraul. Abendgespräche üb. die wichtigsten Glaubenslehren u. deren angefochtene Beweissprüche. 8. Halle 785, Waisenhaus-B. 20%.
    - fortgesetzte vertrauliche Abendgespräche üb. auserles. Materien der evangel. Sittenlehre. 8. Halle 786, Waisenh.-B. 20%.
    - biblisches, ziemlich vollständ., jedoch kurzgefaßtes Andachtsbuch f. Christen f. allgemeine u. besondere Fälle. 8. Lübeck 785, Donatius 8%.
    - freimüthiges Bekenntniß der christl. Dreieinigkeitslehre. rc. 8. Hamb. 785, Herold, 3%.
    - Erinnerungen u. Fragen. 8. Halle 785, Wisenhaus-B. 14%.
    - Ermunterung an die evngel. Glaubensgenossen zur vermehrten Aufmerksmkeit auf das göttl. Wort bei dunkler Kirchenzeit. 8. Bützow u. Wismar 775.
    - ... " [weiter lange Liste mit Buchtiteln!
    - Eduard Maria Oettinger: Geschichte des dänischen Hofes, Fünfter Band, Hamburg: Hoffmann & Campe 1857, S.161/162: "... Das Ableben des geliebten Königs ward durch einen Schwarm über-schwänglicher Leichen- und Gedächtnißreden in allen Sprachen gefeiert. [Fußnote:] ... Conrad Friedrich Stresow, Gedächtnißpredigt auf König Friedrich V,, Flensb. 1766. 8. ..."
    - Allgemeines Bücher-lexicon Von Wilhelm Heinsius 1793:
    >Stresow, C. F. Entwurf eines katechetischen Jahrgangs, welchen er unter dem Titel, Hauspostill für Landleute, ans Licht zu geben gedenket, 8. Hamburg, Geisler. 748 - ^ - ' -
    — biblisches Vergnügen in Gott, 5 Theile, 8. Ebend. Hertel. 746-49
    — Hausposiill für die Landleute, oder Katechismus in den Sonn« und Festtags« evangelien, gr. 4. Flensb. Körte. 751 . .2z
    — die Lehre von der Versiockung als der strafwürdigsten Bosheit des menschlichen Her« zens, gr. 8- Hamb. Brand. 755 - . — 14
    — Sonn- und Festtägliche Erquickstunden, oder geistliche Lieder über die gebrauchli« chen Evangel. und Cpisteltcrte, nebst einem Anhange, 8- Flensb. Körte. 757 — 12
    — drey Osierprcdigten, beym Abzüge von Husum, gr. 8. Ebend. 762. . — 4
    — Katechismuslehrcn aus den Evangelien, gr. 8- Halle, Waisenh. 764 >1 »
    — drey Schulreden, zu Husum gehalten, 8. Ebendas. 766 . — 2
    — vollständiges Handbuch für Schulmeister, 8. Ebend. 767 - >— 8
    — festliche Sinngedichte in gebundner Rede, 8. Hamb. Grund. 767 . — 12
    — Thcodice der gottlichen Offenbarung, gr. 8. Lübeck, Donatius. 771 - 2 8
    — biblisches Handbuch, oder fortgesetzte Theodice der göttl. Offenbarung, 6 Theile, gr. 8. Wismar, Bodner. 774.82 . . 9 —
    — Anweisung zum wahrhaftigen Gebete und vertraulichen Umgange mit Gott, gr. 8< ' Flensb. Körte. 779 . . - — 16
    — Versuch kindlicher Gespräche mit jungen Kindern, über die Geheimnisse des chrisil. Glaubens, 8- Schwerin, Bsdncr. 781 - - — 8
    — vorläufige Probe einiger vertraulichen Gespräche über die Lehren von der Drcyei- nigteit des gsttl. Wesens in der Gottheit des Erlösers, 8- Hamb. Herold. 783 —- 8
    — vertrauliche Abendgesprache über die wichtigsten Glaubens und Sittenlehren, 2 Th. . 8- Halle, Waisenh. 785- 86 . . 1 l6
    — biblisches, ziemlich vollständiges, jedoch kurzgefaßtes Andachtsbuch für die Chri« sie»«. 8>Lübeck, Donatius. 785 - - — l2
    — Katechismus in geistlichen Liedern zur hauslichen Erbauung, 8. Flensburg, - Körte. 785 - - - — 8
    — freymüthiges Bekenntniß der chrisil. Dreyeinigkeitslehre, 8- Hamb. Herold. 786 — 3 Strieder, F. W. Grundlage zu einer hessischen Gelehrten« und Schriftsiellergeschichte, 8 Theile, 8. Cassel, Cramer, 781-89 - .6 16"
    - Beleuchtung der Gesangbuchsbesserung Von Gerhart Chryno Herman Stip, S.519/520: "... Michael Müller (l3S) verdient wohl vor allen den Preis, und in dem Nachtrag (655) der tiese Laurent!. Denn nicht willkührlich kann die Anwendung der Führung des Sterns, der über Iesu still steht, aus den Menschen genannt werden, der das Irdische verlassen, und dem göttlichen, menschlichen Augen unsichtbaren Zeichen solgen soll, um aus den Banden der Selbstsucht (Eigenheit in der Sprache des Liedes 136) zu der göttlichen Freiheit zu gelangen; spielend auch nicht, sobald das rein Aeußerliche und Zusällige des Zeichens nicht in . die Anwendung herübergezogen wird, sondern allein die ewig wahre Tiese des Gedankens vorwaltet. Ienen Abweg vermeiden zwar Albertini und Stresow, jedoch ermangeln ihre Lieder des kirchlichen Charakters, daher sie nur in dem Andachtsbuch ihren Platz sinden (71 l. 712), dessen Gebete die beiden oben angedeuteten Auffassungen dem herzm und Verständniß näher bringen. ..."
    - H.R.A. Jensen: Versuch einer kirchlichen Statistik des Herzogthums Schleswig, 3.Lieferung, Flensburg: Kastrup 1841: S.1270: "Nach der Reformation haben die Hauptpastores zu Burg beständig die kirchliche Aufsicht geführt, lange unter dem Namen von Kirchen-Inspectoren, bis zuerst Stresow1760 den Titel als Propst erhielt."
    S.1983: "Conrad Friedr. Stresow, erw. 1730, 19. Febr., ging 1738 nach Haseldorf, kam später nach Burg auf Femern"
    - Christian Ulrich Beccau: Versuch einer urkundlichen Darstellung der Geschichte Husums bis zur Ertheilung des Stadtrechtes; Schleswig: Smissen 1854.: "Zu den Einnahmen [des Gasthauses oder St.Jürgenstifts in Husum] gehörte auch der Ertrag des Klingbeutels in der Klosterkirche, während das bei dem Gottesdienste in der Hauptkirche gesammelte Geld in die Armencasse fiel. Als nun der Pastor Stresow1735 die Einrichtung traf, mit den Präbendaren und Kindern in der Gasthauskirche Sonntags zwischen 2 und 5 Uhr Katechisationen zu halten, welche vielen Beifall fanden und den Besuch der Nachmittagspredigt in der Hauptkirche schmälerten, fanden die Armenvorsteher Veranlassung, wegen der Einbu&azlig;e des Klingbeutels Beschwerde zu führen. Das Oberconsistorium wies indessen die Beschwerdeführer ab, indem es diese Einrichtung für heilsam und nützlich erachtete, obgleich freilich sonst Veränderungen im Gottesdienst nicht ohne allerhöchste Genehmigung eingeführt werden durften."
    - August Jakob Rambach: Anthologie christlicher Gesänge aus der neueren Zeit. Die vorzüglichen seit der Reformation erschienenen geistlichen Lieder der Deutschen nebst einigen die Geschichte derselben betreffenden Bemerkungen enthaltend. 3. Theil, Altona und Leipzig: Hammerich 1822, S.503-506: "Konrad Friedrich Stresow. Geb. 1705 zu Reventlow im Herzogthum Schleswig. Gest. 1788 zu Burg auf der Insel Femern als Probst und Consistorialrath. S. oben S. 19. Au&azlig;er einer Sammlung poetischer Psalmen-Uebersetzungen (unter dem Titel: Biblisches Vergnügen in Gott. Th. I-V. Hamb. 1747-1752, in 8.) gab er folgende Liedersammlungen heraus: Sonn- und Festtägliche Erquikstunden, oder geistl. Lieder über die gebräuchl. evangel. u epist. Texte. Flensb. u. Altona 1757 in 8. Festliche Sinngedichte und gebundene Reden. Hamb. 1767 in 8. Lieder und Gebete für Landleute bey Viehsterben. Alt. 1776 in 8. Katechismus in geistlichen Liedern :c. Flensb. u. Leipz. 1785. in 8./ worin über 300 Gesänge vorkommen. Die besten stehen in den Erquickstunden, wo auch das hier folgende S.475 zu finden ist. (Mit Wegl. von 4 Str.)

    Dank nach überstandnem Gewitter.
    Des Donners schreckendes Gebrülle
    Wird kleinlaut, und die Blitze fliehn.
    Bald schmückt bey freudenreicher Stille
    Der Sonne Glanz das feuchte Grün.
    Herz, reizet dies nicht deinen Dank?
    Heischt es nicht einen Lobgesang?

    Die frohe Heerde blökt schon wieder;
    Ein Chor der Vögel schwirrt und singt
    Nur von dem Herrn verstandne Lieder;
    Und die Zufriedenheit durchdringt
    Der ungemeßnen Lüfte Kreis
    Dem Segensgott zum Ruhm und Preis.

    Auch du bekommest Luft zum Herzen,
    Nachdem die Luft sich abgekühlt.
    Verschwunden sind nunmehr die Schmerzen
    Der bangen Furcht, die du gefühlt.
    Der Donner schweigt, des Blitzes Licht
    Verlischt; du schweigest billig nicht.

    Vor allem preise den Erretter,
    Der seine große Kraft bewies,
    Den starken Gott, der sich im Wetter
    So majestätisch hören ließ,
    Der selbst des Blitzes Zacken lenkt
    Und auch im Zorn, der Gnade denkt.

    Ihm, ihm sey Lob, daß wir entledigt
    Von Furcht und Schrecken vor ihm stehn.
    Daß Haus und Hof kein Blitz beschädigt, Und unsre Heerden sicher gehn.
    Daß der, bey dem es niederschlug,
    Und der davon sein Leben trug!

    Nimm auch des Höchsten theure Güte
    Im Blitz und Ungewitter wahr.
    Dem frohen forschenden Gemüthe
    Stellt sich ein großer Schauplatz dar
    Von ungezauml;hlter Segensspur
    Zum Labsal aller Creatur.

    Wenn bey erhitzter Dünste Glühen
    Sowohl die Menschen als das Vieh
    Den Odem matt und keuchend ziehen:
    Wie froh, wie munter werden sie,
    Wenn in die ängstlich schwüle Luft Der Donner kühle Winde ruft!

    Des Donners Krachen ruft dem Segen,
    Wo Alles welk und traurig stand.
    Begleitet ihn ein milder Regen,
    So schwängert er das matte Land.
    Das Wetter hat dazu gedient.
    Daß unser Feld nun schöner grünt.

    Wie lieblich hebt sich das Getraide,
    Gesäuget durch den Regenguß!
    Wie sorgenfrey betritt die Weide
    Der freundschaftlichen Thiere Fuß!
    Der muntern Vögel frohes Heer
    Verkündigt des Erhalters Ehr'

    O Gott, wie viele Segensproben
    Verbreitest du auch durch den Blitz!
    Wer sollt' dich nicht im Wetter loben?
    Du meynst es gut, es ist uns nütz.
    Dir sey mein Herz ein Dankaltar,
    Dir bring' ich mein Lobopfer dar.

    Verfliegt der Knall von Donnerwettern:
    Des Wortes sanfter Donner währt.
    Droht nun kein Blitz uns zu zerschmettern:
    Des Wortes Leuchten bleibt und nährt.
    Sey treu, o Herz, bey diesem Licht!
    Gott richtet dich; vergiß es nicht."

    - Seine Seite in der ADB: "Stresow, Konrad Friedrich Leben | Autor | Literatur | Zitierweise Leben ↑ Stresow: Konrad Friedrich St., geistlicher Liederdichter. Er war geboren am 15. Februar 1705 zu Sandberg in der Grafschaft Reventlov auf Sundewitt in Schleswig-Holstein, besuchte das Lübecker Gymnasium und studirte dann Theologie in Kiel und Wittenberg von 1723 an. Nachdem er eine Zeit lang Hauslehrer gewesen, ward er 1730 gewählt zum Pastor in Rieseby und 1738 in Haseldorf. 1752 ward er ernannt zum Hauptpastor und Kircheninspector in der Stadt Husum und 1760 zum Hauptpastor in der Stadt Burg, und Kirchenpropst der Insel Femarn, 1776 Consistorialrath. Hier feierte er 1780 sein 50jähriges Dienstjubiläum (Acta histor. eccl. nostri temporis VIII, 452) und starb am 17. December 1788. Er war auch Mitglied der Schwedischen Gesellschaft pro fide et christianismo. Er galt als gelehrter, frommer und gründlicher Theologe und hat eine Reihe ascetischer Schriften verfaßt, zunächst eine "Hauspostille", die auch 1752 in dänischer Sprache erschien. Zur Einführung des Rectors Schaumann an der Gelehrtenschule in Husum schrieb er: "Die Schule als Werkstätte des heiligen Geistes" (1756, und wieder gedruckt Halle 1767). "Entwurf einer Theodicee der göttlichen Offenbarung" (1770); "Erinnerung an die Katechumenen, die ihren Taufbund erneuern wollen" (1773). Als geistlicher Liederdichter erschien von ihm: "Biblisches Vergnügen in Gott oder sämmtliche Psalmen in Liedern" (1752, 5 Theile). Die Psalmen sind hier nach fünf Rubriken geordnet: 1) messianische, 2) den erhöhten Heiland und himml. König betr., 3) David's Gebete, 4) Trostpsalmen, 5) Lob- und Dankpsalmen. Der Inhalt ist im Silbenmaaß bekannter Lieder wiedergegeben und die Melodie dazu angegeben. — "Sonn- und festtägliche Erquickung in geistlichen Liedern über evangel. und apostol. Texte" (1757); "Katechismus in geistlichen Liedern zur häuslichen Erbauung für Alt und Jung" (1785). Heerwagen urtheilt: die Poesie ist rein, angenehm und erbaulich. Einige seiner Lieder haben in Gesangbüchern Aufnahme gefunden, z. B. Des Donners schreckliches Gebrülle etc., Gelobt, gelobt seyst du mit Freuden etc., Wie gnädig ist der höchste Wille etc., Willkommen, du Geschenk des Himmels etc., Gottlob, da bist du Kind etc., Gieb o Herr, daß wir die Gaben etc. Letzteres im Kramer'schen Gesangbuch Nr. 712. Literatur ↑ O. H. Moller, Von der Stresow'schen Familie, Flensburg 1781. — S.-H. Prov.-Ber. 1789, I, 117. — Heerwagen 138. — Kordes' Schriftstellerlex. 508. — Johannsen, Histor.-biogr. Nachr. von geistl. Liederdichtern Schlesw., 1802, 253. — Zeitschr. d. Gesellsch. f. S.-H.-L. Gesch. XVI. Kiel 1886, S. 322. Autor ↑ Carstens. Empfohlene Zitierweise ↑ Carstens, Carsten Erich, „Stresow, Konrad Friedrich“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1893), S. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd122828666.html?anchor=adb"


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