Johann Friedrich
Schulte

* 09.12.1788 Fredeburg
+ 1875 USA (Detroit?)
Franziska
Linda
* ?
+ ?

Johann Friedrich, Ritter
von Schulte

Professor Deutsche Reichs- und Rechtsgeschichte und kanonisches Recht, Mitbegründer der Altkatholischen Kirche

* 23.04.1827 Winterberg
+ 19.12.1914 Obermais / Meran



Kinder mit: Anna Therese Schmitz (oo 1854):

Anna
von Schulte
* 1858
+
oo Julius Hofmeier, Fabrikbesitzer in Wien
[Tochter]
von Schulte
* ?
+ ?
?
Quellen:
- Mitteilung Josef Jürgen Schulte, 03/2005

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon: "SCHULTE, Johann Friedrich von, 1827-1914. - Johann Friedrich Ritter von Schulte wurde geboren am 23. April 1827 in Winterberg in Westfalen, er starb am 19. Dezember 1914 in Obermais bei Meran. Er widmete sich zivilrechtlichen und kanonistischen Studien, wurde bereits 26-jährig Privatdozent an der Bonner Rechtsfakultät, 1854 a.o., 1855 o. Professor für Deutsche Reichs- und Rechtsgeschichte und Kirchenrecht an der Universität Prag. Obwohl Laie wurde er Konsistorialrat am erzbischöflichen Offizialat in Prag (1856-1871), der damalige Fürstbischof Kardinal von Schwarzenberg schätzte und förderte ihn sehr. Zeit seines Lebens erinnerte er gerne daran, der �letzte Laie� an einem kirchlichen Gericht zu sein. Was heute wieder selbstverständlich ist, kam während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts außer Mode: Das hängt mit dem Vaticanum I (1870) zusammen und dem in dessen Gefolge entstehenden Codex Iuris Canonici von 1917. Im Jahre 1869 wurde Johann Friedrich Schulte von Kaiser Franz-Joseph zum erblichen Ritter von Schulte geadelt. - Das I. Vaticanum stellt in der Lebensgeschichte des Ritters von Schulte einen entscheidenden Wendepunkt dar und teilte sein Leben in zwei Teile (Hilling, AFKKR 95, s.u.): danach sollte für ihn nichts mehr sein wie es war. - Vor dem Konzil war er glühender Vertreter und Verfechter katholischer Interessen und der Freiheit der Kirche, führender katholischer Laie und Vertrauensmann vieler katholischer Bischöfe und besaß bis zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben auch das Vertrauen von Pius IX. Während des Konzils geriet er als strikter Gegner der päpstlichen Infallibilität in Opposition zu weiten Kreisen der Kirche. Von Schwarzenberg versuchte vergeblich mäßigend auf ihn einzuwirken - er verließ die Kirche und wurde neben Döllinger, Reusch und Reinkens Mitbegründer der sog. Altkatholischen Kirche; er war einer der großen Integrationsfiguren und Exponenten dieser Gemeinschaft. Dort zeichnete er - oft gegen Döllinger - für die Synodalverfassung und die Struktur des Pfarreisystems der Altkatholiken verantwortlich...." [Text da noch viermal so lang und mit Publikationsverzeichnis]


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